Ursachen für Rückenschmerzen: Angeboren


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Nur bei einem eher kleiner Anteil der Menschen mit Rückenproblemen ist die Hauptursache für ihre Rückenschmerzen angeboren.

Wenn man jedoch an einer starken Differenz der Beinlängen oder einer Wirbelsäulenverkrümmung leidet, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass man früher oder später unter Rückenschmerzen leidet.

Umso mehr lohnt es sich, seine Rückenmuskeln zu stärken, eine möglichst gute Körperhaltung zu erlernen und Entspannungstechniken zu beherrschen.

Beinlängendifferenzen

Bei den meisten Menschen sind die Beine nicht ganz gleich lang.

Meistens ist der Unterschied zwischen den Beinlängen aber geringer als fünf Millimeter und dann fällt es kaum auf und man hat auch meistens keine Probleme mit dem Unterschied der Beinlängen.

Wenn der Beinlängen-Unterschied jedoch grösser als sechs Millimeter wird, kann es zu zahlreichen Folgeproblemen kommen, zu denen auch Rückenschmerzen gehören.

Folgende Probleme können durch unterschiedlich lange Beine auftreten:

  • Rückenschmerzen
  • Skoliose
  • Hüftgelenksarthrose
  • Kniegelenksarthrose

Ursachen

Die Ursachen für Beinlängendifferenzen sind unterschiedlich. Einige der Ursachen sind angeboren, andere im Laufe des Lebens erworben.

Anatomische Beinlängen-Unterschiede:

  • Knochenbrüche
  • Lähmungen (z.B. Kinderlähmung)
  • Verletzungen der Epiphyse (Wachstumsfuge)
  • Morbus Perthes
  • Beckenfehlbildungen
Funktionelle Beinlängen-Unterschiede:
  • Muskelverspannungen
  • Verschieden starke Beinmuskulatur
  • Beckenschiefstand durch Skoliose
  • Beckenschiefstand durch Kreuzbein-Erkrankungen
Bei den funktionellen Unterschieden sind die Beine nicht wirklich unterschiedlich lang, sie scheinen nur unterschiedlich zu sein, weil die Beine durch Muskeln oder Fehlhaltungen zusammengezogen werden.

Behandlung

Je nach individuellem Fall kann man die Beinlängendifferenz entweder durch erhöhte Schuhe ausgleichen oder man versucht die Beinlängen aneinander anzugleichen.

Zum Angleichen der Beinlängen kann man Operationen durchführen, beispielsweise bei anatomischen Beinlängen-Unterschieden oder man behandelt intensiv durch Physiotherapie mit Krankengymnastik, Massagen und Gymnastik, beispielsweise bei funktionellen Beinlängendifferenzen.

Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose)

Wirbelsäulenverkrümmungen können sowohl Ursache als auch Folge von Beinlängendifferenzen sein.

Von Skoliosen (Wirbelsäulenverkrümmungen) spricht man, wenn die Wirbelsäule zur Seite hin verkrümmt ist, meistens mit einer zusätzlichen Verdrehung der Wirbelsäule.

Durch die Verkrümmung der Wirbelsäule kommt es fast zwangsläufig zu starken Muskelverspannungen, die die Verkrümmung im Laufe der Zeit verstärken und ausserdem zu starken Rückenschmerzen führen.

Ausserdem besteht erhöhte Gefahr von Bandscheibenvorfällen, Nerveneinklemmungen und arthrotischer Abnutzung der Wirbelgelenke.

Skoliosen können schon im Säuglingsalter auftreten, aber auch in jeder Phase der Kindheit und Jugend.

Im Laufe der Jahre verschlimmert sich die Skoliose meistens, vor allem in Phasen mit besonders starkem Wachstum.

Behandlung

Skoliosen werden häufig mithilfe von Korsetts und durch spezielle Krankengymnastik behandelt.

Die speziellen Arten der Krankengymnastik gegen Skoliose sind besonders intensiv.

Als besonders gut gilt die dreidimensionale Krankengymnastik nach Katharina Schroth. Häufig wird auch die Vojta-Therapie, die von vielen als sehr hart empfunden wird, aber manchmal durchschlagende Erfolge aufweist.

In günstig verlaufenden Fällen kann eine Skoliose durch Korsett und Krankengymnastik weitgehend behoben werden.

In schwerer verlaufenden Fällen wird auch manchmal eine Operation vorgenommen, bei der die Wirbelsäule begradigt und mittels Stäben und Schrauben versteift wird.

Durch die Versteifung verliert die Wirbelsäule weitgehend ihre Beweglichkeit.

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